Die seltsame Wende der Hundekotbeseitigung in Reinickendorf

Immer stärker lassen sich auf Reinickendorfs Straßen und Parks die Folgen der Fehlentscheidung des Senats erkennen, die Automaten für die Ausgabe von Hundekotbeuteln und die Aufnahmebehälter durch die Kündigung der Firma Wall aus dem Straßenbild zu nehmen.

Hundehalter sind natürlich selbst verpflichtet, die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen, aber gerade durch z.B. die Zahlung der Hundesteuer, sollte auch die Gesellschaft helfen, das Halten der vierbeinigen Freunde zu erleichtern.

Deshalb hatte die AfD-Fraktion in den Haushaltsberatungen einen Antrag eingebracht, den alten wünschenswerten Zustand wiederherzustellen und dabei darauf zu achten, dass umweltverträgliche, recyclebare Tüten benutzt werden:

DRS 2081/XX „Installation von Hundekotbeutelverteilern und Kotentsorgungsstationen“

Leider ist dieser Antrag der AfD-Fraktion unter anderem durch vehemente Gegenreden der SPD-Fraktion in den Haushaltsberatungen abgelehnt worden.

Dazu erklärt der Vorsitzende der AfD-Fraktion, ROLF WIEDENHAUPT:

Mit völligem Unverständnis hat die AfD-Fraktion auf der gestrigen Sitzung des Bauausschusses zur Kenntnis genommen, dass die SPD-Fraktion mit der Drucksache 1714/XX „Hundekotbeseitigung“ eine Empfehlung eingebracht hat, wieder Hundekotbeutelverteilautomaten aufzustellen. Diese Empfehlung ist gegenüber dem ehemaligen Antrag der AfD-Fraktion auch noch inhaltlich schlechter ausgefallen, weil nur auf die Ausgabe der Beutel abgestellt wird, aber weder die Forderung nach umweltverträglichen Beuteln aufgenommen wurde, noch das Problem der Beseitigung angesprochen wird.

Dennoch hat die AfD-Fraktion diesem Antrag zugestimmt, weil die Grundrichtung richtig und unterstützenswert ist.

Trotzdem zeigt diese Vorgehensweise der SPD das völlig undemokratische Grundvorgehen dieser Fraktion, dem sinnvollen AfD-Antrag in den Haushaltsberatungen nicht zuzustimmen, stattdessen aber einen gleich ausgerichteten, handwerklich aber schlechter gestalteten Antrag, zur Abstimmung zu bringen.

Man kann nur hoffen, dass die Wähler solchem Verhalten bei der nächsten Wahl eine Quittung erteilen werden.