“Charta für das Berliner Stadtgrün” – Senat nimmt erneut die Kleingärten ins Visier.

Senatorin Günther plant „die Schaffung neuer Kleingärten“, um die Zahl der verfügbaren Kleingärten pro Einwohner in unserer wachsenden Stadt konstant zu halten. Was auf den ersten Blick vernünftig klingt, entpuppt sich beim Lesen des Konzepts schnell als reine Mogelpackung. Hierzu erklärt der Vorsitzende der AfD-Fraktion in der BVV Reinickendorf, ROLF WIEDENHAUPT:

Die Senatorin plant nicht etwa, wie die Formulierung der Charta zunächst vermuten lässt, die sinnvolle Erweiterung dieser wichtigen Anlagen durch die Umwidmung vorhandener Flächen oder die Schaffung neuer Flächen zur Anlage von Kleingärten.

Stattdessen möchte sie einfach die bereits vorhandenen Kleingärten ab einer bestimmten Größe, die sie für „übergroß“ erachtet, aufteilen und zu allem Überfluss diese auch noch „Vergemeinschaften“, um so den Anschein einer konstant mitwachsenden Kleingartenlandschaft zu erwecken.

Dies führt nicht etwa zu einer Erweiterung der Kleingartenlandschaft, sondern lediglich zu einer Verschönerung der Statistik bzgl. der verfügbaren Kleingartenanzahl pro Einwohner, da nun ein Kleingarten von mehreren Gärtnern anteilig genutzt werden soll.

Diese vom Senat angestrebten Maßnahmen resultieren in einer massiven qualitativen Verschlechterung der vorhandenen Kleingärten, da durch die im Zuge der Teilungen zusätzlich entstehenden Lauben weiterer grüner Boden versiegelt und die effektive Erholungsfläche, die Kleingärten bieten, drastisch verringert wird.

Darüber hinaus würde die geplante „Vergemeinschaftung“ der vorhandenen Gärten den Sinn dieser Anlagen ad absurdum führen. Schließlich investieren die Kleingärtner viel Zeit, Geld und Energie, um den von ihnen gepachteten Kleingarten nach ihren Wünschen zu gestalten und so einen persönlichen Rückzugs- und Erholungsort aus dem turbulenten Großstadtleben zu schaffen, den sie nach ihrem Belieben aufsuchen können. Dies wäre bei einer Mehrfachnutzung eines Gartens nicht mehr ohne einen entsprechenden Nutzungsplan und damit verbundene Scherereien möglich.

Dieser erneuten fehlgeleiteten Politik des Rot-Rot-Grünen Senats stellt sich die AfD Reinickendorf entschieden entgegen. Für uns gehören Kleingärten zum grünen Charakter unserer Stadt; statt Kleingärtner zu demotivieren, indem man ihre über Jahrzehnte aufgebaute Grünstruktur zerschlägt, sollte eher darüber nachgedacht werden, wie man Kleingärtner unterstützt, um ihre ehrenamtliche Tätigkeit für das Berliner Stadtgrün zu würdigen.

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