Radfahrstreifen für die Heiligenseestraße zwischen Schwarzer Weg und Elchdamm

Immer mehr Menschen benutzen in Berlin das Fahrrad. In den Außenbezirken wird es vor allem benutzt um gesund und umweltfreundlich zu den Mobilitätspunkten zu kommen, von denen dann die Weiterfahrt mit dem ÖPNV möglich ist.

Die AfD befürwortet daher eine ideologiefreie Betrachtung und setzt sich dort für mehr Fahrradsicherheit ein, wo dies sinnvoll und machbar erscheint.

In Reinickendorf stellt die Heiligenseestraße die wichtigste Verbindung zwischen Heiligensee, aber auch Konradshöhe, Tegelort und dem Mobilitätspunkt Alt-Tegel dar.

Schwierigkeiten für Fahrräder bereitet dabei die Trassenführung zwischen Elchdamm und Schwarzer Weg.

Der im Wald vorhandene Fahrradweg ist brüchig und nur schwer befahrbar, er kann aber nach Aussagen aller Experten, des Forstamts und der Verkehrsbehörde auch nicht saniert werden.

Deshalb bietet sich ein Fahrradstreifen auf der Straße an. Dies hat die Fraktion B90/DieGrünen in der Drucksache 2251/XX eingebracht.

4 Fraktionen sind für diesen Antrag, die CDU dagegen.

Die AfD-Fraktion befürwortet den Antrag grundsätzlich, weist aber auf die Problematik der Verkehrsbelastung während der Sanierung der A111 (Teilstück Stadtgrenze bis Waidmannsluster Damm) hin. Laut Aussage der DEGES werden während der Sanierung täglich ca. 6000 Fahrzeuge die Heiligenseestraße und die Ruppiner Chaussee als Ausweichstrecke benutzen.

Deshalb hat die AfD den Änderungsantrag eingebracht, jetzt mit der Konzeption des Radfahrstreifens zu beginnen und nach der Sanierung des betroffenen Teilstücks der A111 den Radfahrsstreifen umgehend anzulegen. Dies würde die Sicherheit für Radfahrerinnen und Radfahrer im Bezirk deutlich voranbringen und trotzdem eine auch für den individuellen PKW Verkehr sinnvolle Lösung bieten.

Dazu erklärt der Vorsitzende der AfD-Fraktion der BVV Reinickendorf ROLF WIEDENHAUPT:

„Zwischen dem Beschluss einen Radfahrstreifen anzulegen und der Umsetzung vergehen normalerweise zwischen 3 und 4 Jahren. Deshalb macht es Sinn, jetzt mit der Konzeption anzufangen, um dann direkt nach Abschluss der Sanierungsarbeiten auf der A111 einen Radfahrstreifen auf der Heiligenseestraße zu beginnen und damit mehr Sicherheit zu erreichen.

Ich frage mich, warum die Fraktionen um B90/Die Grünen hierauf nicht eingehen angesichts der Tatsache, dass es die einzige Chance ist, in der Reinickendorfer BVV eine Mehrheit für diese wichtige Angelegenheit zu erhalten.

Ich hoffe, dass auch Grüne, Linke, FDP und SPD ideologiefrei denken können und endlich etwas zugunsten der Reinickendorfer Radfahrer umsetzen, anstelle nur zu reden und bis heute nichts „auf die Platte zu bekommen“.